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Kerzen wurden früher für die Beleuchtung verwendet. Heute werden sie noch in der Kirche, zu Hause oder bei Festen verwendet.
Funktion: Ein saugfähiger, nicht schmelzbarer Docht, meistens aus Baumwolle, ist von Wachs umgeben. Nach Anzünden des Dochtes schmilzt
das Wachs. Durch die Kapillarwirkung des Dochtes wird Wachs zur Flamme gebracht, wo es verdampft und dann verbrennt. Das Aufsteigen der
warmen Verbrennungsgase, versorgt die Flamme mit Sauerstoff und gibt der Kerzenflamme die typische langgestreckte Form.
In einer Stunde verbrennt eine Kerze ca. 3-8 g Wachs. Sie erzeugt eine Heizleistung von 50-100 W.
Materialien: Als Materialien werden Bienenwachs, Stearin oder Paraffin mit einem Schmelzpunkt um 60°C. verwendet.
Stearin wird seit 1811 meist zu etwa 80-100% aus pflanzlichen Fetten hergestellt. Der Restanteil sind tierische Fette.
Paraffin wird seit etwa 1830 aus Erdöl hergestellt.
Stearinkerzen verursachen beim Abbrennen weniger Ruß als Paraffinkerzen und damit auch weniger Schadstoffe, wie polyzyklische aromatische
Kohlenwasserstoffe, Furane und Dioxine.
Herstellung: Kerzen werden durch Ziehen, Gießen oder Wickeln hergestellt.
Beim Ziehverfahren wird ein Docht so oft durch flüssiges Wachs gezogen, bis die gewünschte Dicke erreicht ist.
Preisgünstige Kerzen, Teelichter und Grablichter werden mit Kerzenpressen hergestellt. Die Pressen drücken gekörntes Paraffin in die
gewünschte Form.
Für hochwertige Kerzen mit besonderen Formen wird eine Kerzenform mit flüssigem Wachs gefüllt. Eine andere Möglichkeit ist eine angewärmte
rechteckige Wachsplatte mit einseitigem Reliefprofil auf einen glatten Kerzenkern zu drücken.
Bienenwachskerzen werden oft gewickelt.
Kerzeninfo
Abstand: Brennende Kerzen sollten nicht zu nahe nebeneinander stehen, sonst könnten sie sich durch die Wärme der Flamme verformen. Der Abstand
sollte mindestens 10cm betragen.
Bambuskerzen: Hier handelt es sich um Kerzen, welche in Bambusrohren eingelassen sind. Diese Kerzen sind sehr dekorativ und somit ein richtiger Blickfang.
Bienenwachskerzen: Diese Kerzen werden aus Bienenwachs hergestellt. Ein rein ökologisches Produkt. Bienenwachskerzen sind meistens ein wenig teuer.
Brenndauer: Wenn eine Kerze angezündet wird, sollte sie mindestens so lange brennen, bis das ganze Wachs im Brennteller flüssig geworden ist. Wenn dieses nicht
beachtet wird, bildet sich ein hoher Wachsrand, der die Flamme beeinträchtigt.
Citronellakerzen: Diese Kerzen sollten nur im Freien verwendet werden. Sie duften toll nach Zitrone und vertreiben Mücken. Ideale Kerze für lange Sommerabende im Freien.
Dänische Kerzen: Diese Kerzen entfallten sich wie eine Blume beim Abbrennen.
Dochtlänge: Die ideale Länge beträgt 5-10 mm. Ist der Docht zu lang, russt die Kerze.
Duftkerzen: Diese Art von Kerzen ist sehr beliebt. Es gibt sie in zahlreichen Duftrichtungen, als Teelichter oder Stumpenkerze. Desweiteren gibt es auch spezielle Duftkerzen, zb. in Dosen
gegen bestimmte unangenehme Gerüche.
Elektrische Kerze: Diese Kerzen werden in der heutigen Zeit viel an Weihnachtsbäumen verwendet, da bei normalen Kerzen die Gefahr eines Brandes sehr hoch ist.
In der Zwischenzeit gibt es auch elektrische Teelichter.
Farbe der Kerze: Farbige Kerzen entstehen durch Einfärben des Wachses, oder durch Eintauchen einer weissen Kerze in ein Farbbad mit Wachs.
Flamme der Kerze: Die Flamme ist ein offenes Feuer und kann bis zu 1400°C heiß werden.
Giessverfahren: Beim Giessverfahren wird der Docht in die Giessform gespannt und dann das Wachs in die Form gegossen. So werden die meisten Spitzkerzen hergestellt.
Dieses Verfahren ist eine einfache und schnelle Art Kerzen herzustellen.
Hitze: Kerzen sollten nie direkter Sonnenstrahlung, oder anderen Wärmequellen ausgesetzt werden. Sie können sich dabei verformen.
Kerzen ziehen: Ist eine Möglichkeit Kerzen selber herzustellen. Den Docht in der gewünschten Länge abschneiden. Diesen dann oben an einem Holzstäbchen befestigen und unten mit einem kleinen Gegenstand beschweren, damit der Docht schön gerade hängt.
Den Docht ins Wachs eintauchen, rausziehen und kurz trocknen lassen. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis die Kerze so dick ist wie man es will. Den unteren Rand der Kerze mit einem Messer gerade abschneiden und schon ist die Kerze fertig.
Lagerung: Kerzen kühl, trocken und staubfrei in dunklen Räumen lagern. Stab- und Tafelkerzen liegend lagern, damit sie sich nicht verbiegen.
Paraffin: Heute werden die meisten Kerzen aus Paraffin hergestellt. Paraffin wird überwiegend aus Erdöl gewonnen.
Löschen: Wenn man den Docht beim Löäschen der Kerze in das flüssige Wachs taucht und danach gleich wieder aufrichtet, raucht die Kerze nicht nach
und lässt sich später leichter wieder anzünden.
Reinigung: Schmutzige oder verstaubte Kerzen reinigt man mit einem nicht fusselnden Tuch. Das Tuch befeuchtet man mit Wasser oder Spiritus.
Stearin: Stearinkerzen bestehen meistens aus einem nachwachsenden Rohstoff, wie zb. Palmöl. Diese Kerzen sind rußarm und verbreiten ein schönes Licht.
Teelichter: Teelichter werden fast überall eingesetzt. Man kann sie das ganze Jahr über verwenden. Gute Teelichter brennen mindestens vier Stunden. Teelichter werden aus feinem Paraffinpulver hergestellt. Das Pulver wird unter hohem Druck zusammengepresst.
Wachsflecken: Aus Textilien lassen sich Wachsflecken leicht entfernen. Man legt ein Stück saugfähiges Papier (zb. Löschpapier) auf den Wachsfleck und gleitet dann mit einem heissen Bügeleisen darüber.
Sicherheitshinweise auf Kerzen:

Wenn eine Kerze angezündet ist, diese nie unbeaufsichtigt lassen.

Kinder und Haustiere nie in einem Raum allein mit einer brennenden Kerze lassen

Kerzen nur in sicherem Abstand zu leicht entflammbaren Gegenständen anzünden.

Damit die Kerze während des Abbrandes nicht umkippen kann und der Untergrund nicht beschädigt wird,
die Kerze immer auf einem geeigneten, hitzebeständigen Untersetzer, oder Kerzenhalter stellen.

Kerzen vor Zugluft schützen.

Immer genügend Abstand zwischen den Kerzen einhalten.

Die Kerze mit einem Kerzenlöscher löschen. Ist der nicht zur Hand, den Docht in das Wachs tauchen
und gleich wieder aufrichten. Dann raucht der Docht nicht nach, nach dem Löschen.
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